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Mitten auf der Kölner Engelbertstraße liegt der Store Cherry Pieces. Seine Betreiberin, Andrea Kraus, liebt und lebt Mode, von Haute Couture über Prêt-à-porter bis hin zu den Entwürfen von neuen Talenten – das merkt man ihrem Laden und ihr sofort an. Mit Cherry Pieces hat Andrea ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, sie verkauft Designer-Mode aus zweiter Hand oder in zweiter Saison. Vintage-Blazer von Yves Saint Laurent findet man bei Cherry Pieces gleichberechtigt neben den immergrünen Jeans des schwedischen Labels Acne Studios, Mode-Klassiker aus der 80er Jahren wie opulente Ensembles von Laurèl hängen neben Strickstücken von American Vintage. Reduzierte, skandinavische Silhouetten kontrastieren mit femininen Entwürfen von Design-Ikonen wie Alexander McQueen. Neben Second-Hand-Stücken bietet Cherry Pieces auch Teile aus vorangegangenen Kollektionen des Berliner Mode-Lieblings Malaikaraiss oder der in Köln ansässigen Nina Hempel sowie die einzigartigen, aus recycelten Edelmetallen handgefertigten Schmuck-Unikate der Designerin Evra Nkrumah. Alle eint ein tadelloser Zustand und eine immanente Zeitlosigkeit.

Schon das großzügige, minimalistisch bespielte Schaufenster und das aufgeräumte Interieur, für dessen Design Andrea selbst verantwortlich zeichnet, machen klar, dass es sich bei diesem Shop um eine Alternative zu dem in dieser Ecke vorherrschenden, studentischem Angebot handelt – wobei natürlich auch Kundinnen mit kleinerem Budget bei Cherry Pieces fündig werden. Und Kundinnen von heute sind die Verkäuferinnen von morgen – Andrea nimmt auch Ware entgegen: gepflegt-hochwertig muss es sein, gerne auch außergewöhnlich-auffällig. Mit Kirschen pflücken kennt man sich bei Cherry Pieces nicht nur dem Namen nach aus.

Das Stöbern bei Cherry Pieces macht übriges nicht nur Spaß, sondern schont auch die Umwelt. Denn auch wenn in der Modewelt der Trend ganz klar Richtung Nachhaltigkeit geht, große Marken wie Versace, Michael Kors und Maison Margiela künftig kein Pelz mehr verarbeiten und Organic-Cotton-Linien schon seit Jahren fester Bestandteil des Sortiments der großen Highstreet-Ketten: Die Produktion von Textilien verbraucht Unmengen an Ressourcen. Second Hand ist das Shopping-Model der Stunde, weil nichts neu produziert wird. Auch online mehren sich die Angebote. Doch Mode will erfühlt und erfahren werden. Durch das Sortiment eines Stores zu streifen, die Haptik der Stoffe zu erfahren, einen Schatz zu erstöbern und das Objekt der Begierde vor Ort anprobieren und bei Gefallen gleich mitnehmen zu können – dieses Erlebnis bieten nur Stores wie Cherry Pieces.